Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten im Bildungszentrum Oberland Neugersdorf

 Unter dem Thema „Sächsisches Wirtschaftswachstum braucht Fachkräfte; Heimkehrer in der Oberlausitz“ besuchte am 02.11.2007 der Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt Unternehmen der Region und auch unser Bildungszentrum für metalltechnische und mechatronische Ausbildung in Neugersdorf.

Begrüßt durch den Vorstand des Firmenausbildungsringes, Herrn Lieb, und den Geschäftsführer der Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH, Herrn Scholze, ließ er sich über die Entstehung der Ausbildungsstätte und das Zusammenwirken von Wirtschaft, Stadt und Landkreis sowie dem Freistaat Sachsen informieren. Bei seinem Rundgang suchte Prof. Milbradt immer wieder das Gespräch mit Ausbildern und Azubis. Die Azubis berichteten über ihre Chancen in und nach der Ausbildung, ihre Motivation und von guten Ausbildungsbedingungen. Die Vielzahl der durch die Azubis vertretenen Unternehmen belegte, dass die Metallbranche ihren Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung in der Region sichert.

Ein Azubi beschrieb, wie er als Niedersachse seine Ausbildung im Osten der Bundesrepublik fand. Diese und viele andere kleine Geschichten registrierte der Ministerpräsident mit großem Interesse in seinem 45-minütigen Rundgang, so dass sein ohnehin schon enger Zeitplan weiter verschoben wurde.

In seinen abschließenden Worten betonte Prof. Milbradt, dass eine solche moderne Bildungseinrichtung in so enger Verbindung zur Wirtschaft in Sachsen wohl einmalig sei.

 

Minister Jurk informiert sich bei Ausbildungspartnern in der Oberlausitz

Im Rahmen seiner Offensive für mehr Ausbildung und Qualifizierung hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) am 3. Mai 2006 Ausbildungspartner in der Oberlausitz besucht. "Im Vergleich zu den wirtschaftlichen Zentren haben es junge Leute in Regionen wie der Lausitz schwerer eine Lehrstelle zu finden", so der Minister. "Die ‚Gemeinschaftsinitiative Sachsen' GISA ist für diejenigen, die keinen betrieblichen Ausbildungsplatz finden, eine gute Möglichkeit, außerbetrieblich, aber mit großer Wirtschaftsnähe einen Berufsabschluss zu erreichen."

   

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH führt jährlich für bis zu 130 Jugendliche die außerbetriebliche Ausbildungsphase durch. Bereits seit 1995 ist die Gesellschaft Kooperationspartner des IHK-HWK-Ausbildungsverbundes Dresden e.V., des Trägers der GISA-Ausbildung im Regierungsbezirk Dresden. Ausgebildet werden Berufe des Gastgewerbes und der Metallbranche.

Minister Jurk konnte sich bei seinem Rundgang durch die Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH vom praxisnahen Ausbildungsalltag der Jugendlichen in der Küche und im Restaurant überzeugen. Die Auszubildenden präsentierten Kostproben ihrer Arbeit und beantworteten Fragen zum Ausbildungsverlauf.

 

 

 

Im Fachbereich Metalltechnik bekam Minister Jurk einen Einblick in die Blechbearbeitung und die CNC - Ausbildung. In Gesprächen mit den Ausbildern und Auszubildenden informierte er sich über Ausbildungsinhalte und Perspektiven der Jugendlichen.

 

 

 

Thomas Jurk besuchte auch die Havlat-Präzisions-Werkzeug- und Formenbau GmbH, eines von mehreren Unternehmen, in dem GISA-Lehrlinge den betrieblichen Teil der Ausbildung absolvieren.
Die Havlat-Präzisions-Werkzeug- und Formenbau GmbH ist auch Mitglied des Firmenausbildungsringes Oberland e.V., der 1999 unter Mitwirkung der IHK Dresden gegründet wurde und sich seitdem sehr erfolgreich für die Schaffung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze und die Sicherung des Fachkräftebedarfs für die regionale Wirtschaft engagiert.

 

 

 Minister Jurk appellierte an die Unternehmen auszubilden. "Bei zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsplätzen können wir Ihnen im kommenden Ausbildungsjahr erstmals bei der Ausbildungsvergütung finanziell unter die Arme greifen", verwies Thomas Jurk auf das in der vergangenen Woche verkündete Förderprogramm seines Hauses.
"Nichts geht über eine Ausbildung im Unternehmen", so der Minister. Er konnte sich heute aber auch davon überzeugen, dass die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Sachsen und der beiden Landesergänzungsprogramme bereitgestellten Mittel gut eingesetztes Geld sind. "Ich danke allen, die mithelfen, diese Programme umzusetzen. Eine vergleichbar gute betriebsnahe Ausbildung ist nicht nur für die jungen Menschen und ihre persönliche Zukunft wichtig, sondern auch für die Region." Mehr als die Häfte der erfolgreichen Absolventen haben sofort eine Arbeitsstelle gefunden, etwa genau so viele wie nach einer betrieblichen Ausbildung.

 

 

 

Neueröffnung Lehrhotel - 01.10.2004

Umzug und Eröffnung des Lehrhotels in die Lisa-Tetzner-Straße. In 12 Zimmern bietet es Platz für 20 Gäste. Weiterhin befindet sich hier der neue Stützpunkt für die Sozialprojekte.

 

 

 

 

Bildungszentrum Oberland - 01.09.2002

Ausbildungsbeginn in der betrieblichen Verbundausbildung in Neugersdorf, Käthe-Kollwitz-Straße 15, Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Firmenausbildungsring Oberland e.V., schrittweise Ausstattung des Bildungszentrums, Vorbereitung des Aufbaus eines neuen Objekts.

 

 

 

Projekt EQUAL - 01.07.2002

Start des Projektes Barrierefreier und Rehabilitationstourismus im Objekt Sachsenstraße.

 

 

 

 

 

Heffterstraße - 01.04.2002

Einrichtung eines Werkzeugmaschinenkabinetts mit modernen konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen, verstärkte Ausbildung im maschinellen Spanen.

 

 

 

 

 

 

 

Offene Jugendwerkstatt - 01.04.2000

Beginn des gemeinsamen Projektes mit dem BBZ Bautzen in der Äußeren Weberstraße als niederschwelliges Angebot der Jugendsozialarbeit.

 

 

  

 

 

 

 

Watzdorfheim - 01.09.1998

Beginn der schrittweisen Ausgestaltung des Gebäudes an der Neusalzaer Straße als Berufsvorbereitungszentrum und Anbau einer Halle für die Bauausbildung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sozialprojekte - 15.02.1995

Einrichtung eines hauswirtschaftlichen Bereichs, von Unterrichts-, Aufenthalts- und Ausbilderzimmern in der Kantstraße für die Unterweisung und Betreuung von Teilnehmern in Beschäftigungsprojekten.

Entwicklung der Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH.

Am 1. September 1992 nahm die Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH die Arbeit auf, übernahm von den in Liquidation befindlichen Robur - Werken 140 Lehrlinge und führte die Lehrausbildung in 12 Ausbildungsberufen und 24 Lehrgruppen weiter. Zu diesem Zweck war die "ZiBi", vom Landkreis Zittau (Mehrheitsgesellschafter) und der Stadt Zittau gegründet worden. 

Besuch des Bundestagsabgeordneten VogelÜbergabe

 

 

 

 

 

 

 

      Besuch des Bundestagsabgeordneten Vogel          Übergabe von Lehrmaterialien

Parallel zur Fortführung der Ausbildung der ehemaligen Robur - Lehrlinge startete die ZiBi aber auch die überbetriebliche Ausbildung in den Ausbildungsberufen Kfz-Mechaniker, Koch und Hotelfachmann/-frau. Weitere Berufe kamen in den letzten Jahren hinzu.

Die ZiBi fungiert in der außerbetrieblichen Ausbildung als "Ersatzbetrieb". Sie unterweist und trainiert die Lehrlinge in der Fachpraxis, unterstützt bei der Festigung der Fachtheorie und bietet sozialpädagogische Begleitung. Den theoretischen Unterricht erhalten die Azubis dagegen an den kommunalen Berufsschulen. Während Praktikas in regionalen Unternehmen sammeln sie erste Erfahrungen in der betrieblichen Praxis. Die Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und Betrieben wurde vervollkommnet.
Seit einiger Zeit ist die Bildungsgesellschaft Prüfungsstützpunkt für IHK und Handwerkskammer. Die Lehrlinge legen hier ihre praktischen Prüfungen ab.

Wenn mittelständische Unternehmen oder Handwerksbetriebe an die Grenzen ihrer Möglichkeiten in der Lehrausbildung kommen, dann müssen neue Wege zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung gegangen werden. Die ZiBi bietet seit 1995 grundlegende und spezielle Lehrgänge im Rahmen der betrieblichen Verbundausbildung an, die die Lehrausbildung effektiver und damit attraktiver für das Handwerk oder die mittelständische Wirtschaft machen oder überhaupt erst ermöglichen.

In der medizinischen Ausbildung ist die Zittauer Bildungsgesellschaft Betreiber der Medizinischen Berufsfachschule Zittau. Hier erhalten gegenwärtig 150 Schüler ihre theoretische Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in bzw. Krankenpflegehelfer/in. Die originären (praktischen) Ausbildungseinrichtungen für diese Lehrlinge sind das Klinikum Oberlausitzer Bergland GmbH, das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz und das Malteser-Krankenhaus St.Carolus in Görlitz. Um das Angebot interessanter und vielfältiger zu machen und dem Bedarf der regionalen Wirtschaft zu entsprechen, wurden schrittweise weitere Standorte aufgebaut.